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15. August 2005

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An die kommt keiner ran - CDU  
Roland Scheel

Die Zeit ist ja knapper als ich dachte. Jedenfalls sagt das mein Kalender. Deshalb schon heute die Wahlempfehlung für die CDU. Ich kann guten Grundes sagen, dass die Wahlstimme eindeutig der CDU gehören sollte.
Diesmal fange ich aber bei den leichtgewichtigeren Argumenten an:



Das Programm der CDU ist zwar nicht das von Margaret Thatcher (seiner/ihrer)zeit, aber es ist mindestens so scharf konturiert wie Maggies Plumpudding. Und Plumpudding wird es mit der CDU immer zum ermäßigten MwSt-Satz von 7% geben. Ein klarer Vorteil für Liebhaber englischer Gerichte. Das Programm der CDU is also kein leeres Gerede, sondern praktizierter Minderheitenschutz.


Weiterhin ist die CDU die einzige Partei, die es im Widerspiel mit ihrer Schwester CSU schafft, unverrückbar für die Wiedervereinigung einzutreten, aber ohne Ost-Deutschland, wie derzeit Stoiber gekonnt in Szene setzt. Diese Form der Dialektik gelingt der CDU nur deshalb, weil ihre Spitzenkandidatin Angela Merkel in der angesehensten Kaderschule in der SBZ (Abkürzung für "Superblödenzone", Edmund Stoiber "...und wie ich die Welt seh'", erschienen im Weißwurstverlag 1994) den Fortgeschrittenstenkurs für Agitprop mit summa cum lauda abgeschlossen hat. Eine findige Frau, die sich anschickt, erste BundeskanzlerIn für Deutschland zu werden.


Das schließlich überragende Argument für die CDU findet sich wörtlich im Programm der CDU selbst: "Durch unsere Gesundheitsreform werden alle Kinder beitragsfrei versichert." Diese Neuerung hat es in sich, weil auch hier wieder die gekonnte Verbindung von Tradition und Moderne zu einer krönenden Synthese gerät: Es bleibt, wie es immer war und ist doch neu und nebenbei sogar das was es blieb, bleibt und bleiben wird. CDU: Verlässlichtkeit pur!

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