Und wie das immer ist bei Wahlen. Zu allerletzt müssen alle Überlegungen über Bord geworfen werden, um die Taktik zum Zuge kommen zu lassen. Dieses Mal macht das besonders viel Spaß, weil wir ein Szenario haben, für das sich die (ich erfinde jetzt einmal ein Fachwort) "partially delayed double guess deinforcement"-Strategie eignet.
Bei diesem Spiel können natürlich nicht alle SouveränInnen mitspielen, Teile der WahlberechtigtInnen Dresdens werden sich auf die postponed third reanswering Strategie verlegen. Für alle, für die das nicht zutrifft, also jetzt die Empfehlung. Zielrichtung sollte sein: Große Koalition herbeiführen, um eine Demokratiekrise heraufzubeschwören. An Demokratiekrisen schließen sich bekanntlich Phasen des müden und verknüllten Staates an, und weniger Staat wollen wir doch alle. Deshalb gibt es diesmal nur ein klares Votum: Die Linkspartei wählen, denn so wird schwarz-gelb sicher verhindert, ohne rot-grün zu begünstigen. Und es wird garantiert klappen, wie uns ein altes deutsches Kurzgedicht künden kann: "Das Schicksal wirft, in seiner Güte, uns lauter Unsinn in die Tüte."