Wie ich diesem Artikel entnehmen darf, ist eine "Expertenkommission" im 5. Altenbericht zum Schluss gekommen, dass eine Senkung der Leistungen aus der gesetzlichen Rentenkasse den Eindruck entstehen lasse, die gesetzliche Rente sei nicht legitim, weil für den Großteil der "Versicherten" kaum eine Rente deutlich über dem Niveau armutsvermeidender Sozialleistungen erwartbar sei.
Eine Krankheit heilt man nicht, indem man sie möglichst lange am Leben hält. Die Ineffiziens des Rentensystem ist doch eben in ihm selbst verankert, und deshalb nicht eine beherrschbare Krankheit dieses Systems, sondern das Wesen des Systems selbst. Es selbst ist die Krankheit. Natürlich ist es richtig, dass der Eindruck entsteht, dass das Rentensystem nicht legitim sei. Aber eben zu recht. Unhaltbare Zustände können nicht durch Wunschdenken überwunden werden. Die vernünftige Haltung der kühlen Rationalität ist leider deshalb wenig attraktiv, weil logisch notwendige Schlussfolgerungen nie so bunt schillern werden wie die Seifenblasen, die etatistische Alchimisten aufblasen können. Aber bis jetzt sind sie noch alle geplatzt. Besser jetzt als in 30 Jahren!
Sowohl bei der Rentenversicherung, wie auch bei der Pflegeversicherung, geht es in erster Linie darum, präventiv Sozialhilfe zu substituieren. Und dieses Ziel wird nach wie vor erreicht. Gleichzeitig wird genau dadurch die Steuerbelastung beschönigt. Was will man mehr als Abzocker mittels "Staat"?
Ganz sicher läuft das noch ein Weilchen.
iviufeyp