| Blog Aggregat Impressum

Kategorien

Notausgang

Notausgang!
RSS 0.91 Atom Blogaggregat

21. November 2005

icon /eingemischt
Verfassungsbrecher  

Wenn der kommende Staatshaushalt wegen der zu hohen Neuverschuldung verfassungswidrig ist, wird sich der Verfassungsschutz mit den Kreditgebern befassen? Sollte jeder Käufer einer Staatsanleihe die Justiz fürchten?

Ich hätte nichts dagegen.

1 Kommentar(e) permalink

13. Oktober 2005

icon /eingemischt
Werben mit Che  
Gregor Raýman

Red Bull Che

GH von liberty.li gefällt nicht, dass eine Pizzeria ->mit Che Guevara für ein Energy-Drink wirbt. Und ählich wie er, halte ich diese Werbung für geschmacklos. Als ich mich vor paar Jahren bei Europcar über deren Che-Werbung „Auch Du kannst Großes bewegen“ (oder so ähnlich, ich kann mich nicht mehr genau erinnern) habe ich zwar keine Antwort bekommen, aber die Werbung sieht man nicht mehr.

Je mehr ich aber darüber nachdenke, desto kätzerischer werden meine Überlegungen. Ich unterstelle Europcar und dem Energy-Drink-Hersteller, dass sie „nur“ ihre Profite erhöhen möchten, und die Verharmlosung der kommunistichen Verbrechen nicht ihre Zielsetzung ist. Sie nehmen sie einfach in Kauf, wohlwissend, dass sie eine ignorante Zielgruppe ansprechen.

Den schließlich werben sie mit und nicht für Che Guevara. (Ich glaube kaum, dass Che sich über solche Werbung freuen würde) Sie nutzen einfach die Populariät, die Che in der Zielgruppe genießt.

Und das Che populär ist, ist eine Tatsache, die mir zwar nicht gefällt, ich sie aber wahrnehmen muss. Sich der Realität zu verweigern, ist selten eine gute Vorgehensweise, wenn man sie ändern möchte.

Daher glaube ich, ist es wenig sinnvoll, wenn auch verständlich, sich über die Verwenung von Che in der Werbung aufzuregen. Besser wäre es wielleicht, den Che selbst zu nutzen.

Ich vermute, ein Che auf der Titelseite von ->Eifrei würde bessere Verkaufzahlen bringen, als das aktuelle „Schöner Garten“-Bild. Und ich schätze, Mises, Rand, Bastiat, Blankertz, Baader usw. wären bekannter, wenn sie die Cover ihrer ->Bücher von einem Che-Konterfei verschandeln ließen.

Und ehrlich gesagt, glaube ich, wenn die CDU oder die FDP Wahlplakate mit Che drucken würde, müsste man jetzt wahrscheinlich nicht über die Zusammensetzung der großen Koalition spekulieren.

13 Kommentar(e) permalink

08. September 2005

icon /eingemischt
Verspätet - dennoch hier, da unbeantwortet  

Ich hatte Tobias Kaufmann, der ab und zu auf der ->Achse des Guten bloggt, eine Mail gesendet, nachdem er ->diesen Artikel dort eingestellt hatte. Es hatten wohl zu viele Menschen darauf geantwortet, deshalb blieb mein Geschreibsel unbeantwortet.

Zwischenzeitlich gab es auch eine missglückte Klarstellung auf der Achse, die ist aber wieder entfernt worden.

Aber dennoch und weil es mich so ärgert, dass der sozialistische Unfug bis heute von einer Minderheit der Menschen kleiner 1% richtig verstanden wird, stelle ich hier meine Mail vom 23.8.2005 hin. Weil man doch gegen die totale Begriffsverwirrung einmal angehen muss.

Hallo Tobias,

Ein paar Anmerkungen zum o.g. Artikel.

1) Durch den Freibetrag ist die Steuer nach Kirchhoff effektiv progressiv. 2000 Euro * 12 – 8000 Euro = 16000 Euro. Davon Steuern 25% = 4000 Euro, macht effektiv 16,7% Steuern. Im genannten Fall der alleinerziehenden Mutter unterstelle ich einmal 2 Kinder, macht einen Freibetrag von 24000 Euro. Die ginge also sogar steuerfrei aus.

2) Die bisherige Grenzbelastung durch Abgaben und Steuern kann bei Geringverdienern über 90% liegen. Das ist oberhalb des Spitzensteuersatzes. Alleinerziehende Mütter trifft das besonders stark: ->http://www.uni-kiel.de/ifw/pub/kd/2005/kd421.pdf

3) Umverteilung meint traditionellerweise eine Veränderung der Primäreinkommensverteilung, so dass sich eine andere Sekundärverteilung ergibt. Das leistet das Steuerrecht. Eine Senkung der Umverteilungsmasse kann schwerlich Umverteilung genannt werden, weil sie genau das Gegenteil ist. Das Wort Umverteilung wurde mittlerweile völlig sinnentleert. So wie das Wort „Solidarität“, welches als Ersatzbegriff für alle Arten von Zwangssystemen herhalten muss.

4) Gleichmacherei ist das Steuermodell von Kirchhoff ebenfalls nicht, sonst müsste der Zustand der totalen Freiheit von jeglicher Gleichmacherei jener sein, bei dem die Menschen nach Abzug der Steuern das selbe Netto haben. Das Wort „Gleichmacherei“ wurde ebenfalls gekapert und hat mittlerweile genau die der ursprünglichen entgegengesetzte Bedeutung.

5) Anstrengung hilft niemandem. Es ist sogar so, dass die Ökonomie eben lehrt, das gewünschte Ergebnis mit möglichst wenig Anstrengung zu erzielen: Das nennt man rationelle Mittelverwendung und diese ist der Grundpfeiler für Wohlstand.

6) In einer Marktwirtschaft wird man ferner, und das ist sehr zweckmäßig, nicht nach seiner Anstrengung entlohnt, sondern nach seiner Leistung im Sinne von Behebung von Knappheit. Würden wir nach Anstrengung bezahlt, so hätten wir zu viele Gewichtheber und beispielsweise wenige Kolumnisten.

7) Ein System, welches inhärent dazu tendiert, die Ersatzeinkommen immer weiter steigen zu lassen, ist instabil, denn mit jeder erhöhten Förderung der Förderungswürdigkeit wird es mehr Menschen geben, die in diese Kategorie fallen. Dort dreht sich ein Teufelskreis. Ludwig von Mises hat das einmal „schleichenden Sozialismus“ genannt. In Deutschland sind wir bereits bei einer Staatsverschuldung aus 60% offizieller Schuld plus 270% impliziter Staatschuld angekommen (vgl. Sachverständigengutachten der Wirtschaftsweisen 2002 oder 2003)

8) Niemandem werden letzte Nieren genommen, das Beispiel hinkt. Unser jetziges System hat allerdings das Potenzial, eine Menge Armut zu verursachen, so dass es vielleicht doch eines Tages dazu kommt, dass die Menschen hier ihre Nieren verkaufen müssen.

Viele Grüße,

Roland Scheel

4 Kommentar(e) permalink

06. September 2005

icon /eingemischt
Sozialismus vs. Markt - Altruismus vs. Egoismus?  
Roland Scheel

Die Frage deutet es bereits an: Nein, das ist nicht das Problem!

Wieso will ich das jetzt überhaupt erörten? ->Deswegen

Kurzbegründung: Ein Altruist unterscheidet sich vom Egoisten durch die Motive des Handelns: Der Altruist präferiert unmittelbar gemeinnützige Handlungen gegenüber eigennützigen Handlungen, die der Egoist präferiert. Der Unterschied von beiden ist also die Präferenzordnung der Handlungen. Dem Markt aber sind die Handlungsmotive völlig schnurz: Er bietet lediglich die Informationsplattform namens Preissystem, um die Präferenzen der Marktteilnehmer gegeneinander abzuwägen. Der Sozialismus scheitert nicht, weil die Menschen schlecht sind, und das Umerziehen nicht geklappt hat. Selbst mit den neuen Menschen würde er scheitern, weil rationelles Wirtschaften im Sozialismus nicht möglich ist, denn der Sozialismus vernichtet das Preissystem, welches zum rationellen Wirtschaften benötigt wird.

Deshalb entsteht der Markt auch nicht, weil die Menschen egoistisch sind, sondern weil der Markt ein Erfordernis ist, das eine Welt der knappen Ressourcen mit sich bringt.

Warum weise ich darauf hin: Weil die Frage, ob der Mensch nun Altruist oder Egoist oder bekehrbarer Egoist oder vielleicht genetisch anpassbarer Bösewicht ist, kein Argument für oder gegen den Markt oder den Sozialismus ist. Der Sozialismus ist schon technisch nicht möglich. Und dieses Argument wiegt schwerer als jede Grundüberzeugung, die letztlich einen letzten Grund darstellt und nicht durch Überzeugungsversuche gewendet werden kann. Auch wenn ich kein ausgesprochener Freund des Utilitarismus bin: In der Frage Markt vs. Sozialismus ist der Utilitarismus das argumentative Hilfsmittel der Wahl. vgl. ->Die Gemeinwirtschaft von Ludwig von Mises.

0 Kommentar(e) permalink

Rechtliches:  Impressum Kontakt: webmaster@sozioproktologe.de Valid RSS Valid HTML 4.01! .