Ich hatte ja bereits in meinen
Wahlempfehlungen die FDP als Kämpfer für den konkurrenzfreien Markt beworben. Jetzt hatte ich gerade vernommen, dass Brigitte Zypries sich eine Abschaffung des Beratungsmonopols der Anwälte vorstellen kann. Prompt ging durch meinen Kopf: Die FDP, na, wenn die mal nicht wieder dagegen ist (vgl. Meisterzwang, Buchpreisbindung, GEZ, Apothekenprivileg). Und schwupps, da finde ich
folgenden Text.
"Die FDP nannte es bedenklich, die Rechtsberatung für Berufsgruppen zu öffnen, die die besonderen Pflichten und Rechte des Rechtsanwalts zum Schutz der Mandanten nicht haben. «Hierdurch ist die Qualität der Rechtsberatung gefährdet», sagte die Bundestagsabgeordnete Mechthild Dyckmans. So seien gerade Banken «oftmals nicht frei von Eigeninteressen»."
Besonders lustig finde ich den Vorwurf des Eigeninteresses. Genau das, was man von einer liberalen Partei erwartet. Nicht das am Ende die durch die FDP vertretenen Anwälte unter dieser Krankheit "Eigeninteresse" leiden.