L. VON MISES versuchte, sogar wirtschaftl. Rationalität ausschließlich für den K. zu beanspruchen. E. HEIMANN hat dagegen sowohl den K. als auch den Sozialismus als Systeme der Wirtschaftsrationalität aufgewiesen, in denen der Konsum alleiniger Wirtschaftszweck und die Arbeit bloßes Mittel ist.
Ein System ohne Preise kann nicht rationell sein, weil keinerlei Informationen über rationelle Mittelverwendung vorliegen. Das wurde nicht nur
wasserdicht von Ludwig v. Mises bewiesen, sondern ist, so meine ich, hinreichend empirisch abgestützt. Man muss bedenken, dass die Staaten, die eine orthodoxe sozialistische Zentralplanung implementiert hatten, noch das Glück hatten, auf Preise im westlichen Ausland zurückzugreifen zu können. Das hat deren Arbeit erleichtert. Wenn man die 12 Jahre Wartezeit in Ostdeutschland für Plastikschleudern bedenkt, und dass im Verschleißfall keine Ersatzteile zu bekommen waren, dann müsste man einer Person, die mit dem heutigen Wissen behauptete, die sozialistische Produktionsweise sei ein System zur rationellen Mittelverwendung, schwerwiegende kognitive Defekte attestieren.
Die technolog. Dynamik des K., begünstigt durch die Entfaltung des Kapitalmarktes, schuf den Großbetrieb, wodurch die unternehmerische Macht gestärkt wurde und z. T. {siehe:}Monopole entstanden.
Man nenne mir ein historisches privates Monopol, ich werde jeweils mit 10 staatlichen kontern. Letzendlich kann - die Begründung führt hier zu weit - die Existenz aller schädlichen Monopole auf gewaltsame Durchsetzung dieser Monopole zurückgeführt werden. Auch das Ständewesen. Und in unserem System ist die Gewalt monopolisiert! Monopole macht der Staat, nicht der Markt. In den totalitären System gut nachweisbar.
Die Proletarisierung im Zuge der {siehe:}Industriellen Revolution führte aber auch zu schweren sozialen Mißständen (Kinderarbeit, lange Arbeitszeiten, niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen), verschärft durch period. Krisen, die im K. der Anpassung des Systems und der Korrektur der Entwicklung dienen.
Erst einmal zur Kinderarbeit. Wer glaubt, dass vor der industriellen Revolution, in der das Leben kärglich und überwiegend in Armut verbracht wurde, 6-jährige Kinder nicht auf dem Feld mitarbeiten mussten, sondern ein entspanntes Leben bis zur Volljährigkeit hatten, der kann auch nicht mehr ganz bei Trost sein. Der Kapitalismus ist ursächlich für den Rückgang der Kinderarbeit. Dass sich an Produktionszentren die Ärmsten der Armen versammeln mussten, weil die Fabrik die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben war, ist selbsterklärend. Dass die Ärmsten der Armen an solchen Zentren haufenweise zu sehen waren, ist direkte Folge. Dass Beobachter den Eindruck der Verelendung durch die Fabrik haben mussten, ergibt sich durch das augenfällige gemeinsame Auftreten von beidem. Der Schluß, Industrialisierung führe zur Verarmung aber ist grotesk und zeugt von einem kindlich naiven Wirtschaftsverständnis.
Und Krisen dienen auch nicht der Anpassung des System und der Korrektur der Entwicklung, Krisen können einfach auftreten, weil der Mensch nicht perfekt planen kann, da nicht genügend Informationen vorliegen. Der Kapitalismus aber ist das System, in dem diese Informationen sich frei ausprägen können. Ein Grund seiner Überlegenheit vor den informationsverzerrten Systemen der zentralen Planung.
Und zu aller letzt auch noch das:
Die Kritik am K. hat diesem stets neue Impulse gegeben: Marx' Verelendungstheorie konnte letztlich schon deshalb nicht recht behalten, weil seine eigenen Erkenntnisse zur Reform des K. Anlaß boten.
Der totalitäre und menschenfeindliche Marx als Retter des Kapitalismus vor der selbstgeschaffenen Verelendung der Massen. Ich bin sprachlos. Vielleicht befragen wir ein paar Nordkoreaner über ihr Glück.